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Cogniclip Studios - Gläserner Avatar

Die "Cogniclip Studios" existieren zur Zeit nur in der virtuellen Welt des "Cogniclip-Universums" mit seiner interaktiven "Cogniclip-City", einem 3D-Stadtmodell aus einfachen Grundkörpern (Würfel, Quader), die nach und nach mehr Details erhalten. Es ist auch die Welt des "Gläsernen Avatars"...

 

Gläserner Avatar

- Projektbeschreibung -
einfache Zeichnung zweier Köpfe mit eigezeichneten Gehirnen, transparent, im Hintergrund Hochhäuser Skyline aus Linien und Rechtecken, Vordergrund Kästchen, Linien, Pfeile, Aufschift AI - UX
© Anita Neuron / cogniclipstudios.com

Wie könnte eine Künstliche Intelligenz (KI) mit Bewusstsein funktionieren, so wie sie bislang nur aus der Science-Fiction bekannt ist? Auf jeden Fall müsste man erst einmal menschliches Bewusstsein verstehen...

So entstand das Kunstprojekt "Gläserner Avatar", um mit Hilfe von Kunst, Design, Illustrationen und interaktiven 3D-Szenen, Antworten zu finden, wie Bewusstsein, Denken und Emotionen entstehen, auch wenn die einzelnen Antworten manchmal erst in ihrer Gesamtheit zu einem erweiterten Verständnis führen können.

Dieses Zusammenspiel einzelner Antworten wird schon bei dem Versuch deutlich, "Denken" zeichnerisch darzustellen, denn Bewusstsein, Denken und Emotionen sind zwar in unserer Sprache getrennte Begriffe, aber in unserem gesamten Körperempfinden untrennbar miteinander verbunden.

So wird etwa bei der zeichnerischen Darstellung, dass jemand etwas "denkt", oft die aus Comic-Heften bekannte "Denkblase" verwendet:

einfache Zeichnung, Häuser. Straße, Figur, Denkblase
"Denkblase"

In diesem Bild geht eine Person eine Straße entlang und denkt an einen Park. Vielleicht ist sie gerade gestresst und wünscht sich einen erholsamen Park-Spaziergang. Vielleicht denkt sie aber auch in einem ganz anderen Zusammenhang an den Park...

Das lässt sich hier nicht eindeutig erkennen, vielleicht eher in einer Bildergeschichte. Und selbst dann wird damit noch nicht gezeigt, wie "Denken" überhaupt entsteht und auch nicht die Unterschiede zwischen Mensch und KI.

Dabei ist gar nicht mal so entscheidend, ob die Nervenzellen des Gehirns oder die Chips eines Computers der Speicher- und Verarbeitungsort von Informationen sind, sondern die Art und Weise, wie diese Inhalte organisiert, strukturiert und verarbeitet werden, um es als "Denken" zu bezeichnen.

In einer interaktiven, also anklickbaren Bildergeschichte, muss es dann mindestens eine Ebene für die Gedankeninhalte und eine zweite für die Darstellung der Verarbeitung dieser Inhalte geben. Auch in Computer- und Videospielen gibt es mehrere, zumindest aber zwei Ebenen:

  • Zum einen kann die Umgebung und die sich darin bewegende Spielfigur aus einiger Entfernung betrachtet werden. Diese Darstellungsform wird auch als "Dritte-Person-Perspektive" bezeichnet.
  • Zum anderen kann die Umgebung auch aus dem Blickwinkel der Spielfigur gezeigt werden. Diese Darstellungsform wird auch als "Ich-Perspektive" bezeichnet.

Dieses Prinzip wird auch beim "Gläsernen Avatar" angewendet:

  • die erste Ebene mit der Umgebung aus der Entfernung betrachtet, wird als "Welt" oder als "Avatar" bezeichnet
  • die zweite Ebene mit der Umgebung aus dem Blickwinkel dieses Avatars wird als "Sehen" bezeichnet
  • eine dritte Ebene, auf der gezeigt wird, was der Avatar gerade denkt, also seine "Gedankeninhalte", wird als "Denken" bezeichnet
  • die Verarbeitung seiner Gedanken wird dann auf einer vierten Ebene "Gehirn" gezeigt


Gläserner Avatar

Diese Szene ist Teil der Projektbeschreibung und dient nur zur Veranschaulichung des "Vier-Ebenen-Modells".

|Avatar| - Hier auf der ersten Ebene wird die Umgebung aus der Entfernung betrachtet. Wie im Bild mit der Denkblase geht der Avatar eine Straße entlang und denkt an einen Park. Dieser Gedankeninhalt wird aber nicht in einer Denkblase dargestellt, sondern auf der dritten Ebene "Denken". Auf der zweiten Ebene "Sehen" wird gezeigt, was der Avatar aus seinem Blickwinkel sieht. Die Verarbeitung seiner Gedanken wird auf der vierten Ebene "Gehirn" gezeigt.